Beschreibung

Kennung: 2026/WIEN

Steigende Mieten, Privatisierung öffentlicher Bestände und wachsende soziale Spaltung prägen die Wohnungsfrage in Deutschland. Wohnen ist mehr als eine individuelle Herausforderung – es ist eine der zentralen sozialen, wirtschaftlichen und politischen Auseinandersetzungen unserer Zeit. Während in Deutschland auslaufende Sozialbindungen, renditeorientierte Akteure und unzureichende Regulierung den Druck auf Mieter*innen weiter erhöhen, zeigt ein Blick nach Wien: Es geht auch anders.
Seit rund 100 Jahren verfolgt Wien einen eigenständigen wohnungspolitischen Weg. Ein starker kommunaler Wohnungsbestand, eine konsequente Wohnbauförderung und gemeinnützige Bauträger bilden bis heute das Rückgrat einer Politik, die bezahlbares Wohnen als öffentliche Aufgabe versteht. Die Wurzeln dieses Modells reichen bis in die Zeit des „Roten Wien“ zurück – und wirken bis in die Gegenwart.

Deine Referent*innen

Inga Jensen (Bildungsreferentin); Kai Venohr (Bildungsreferent)

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