Schöneberger Forum 2018

„Exklusiv oder inklusiv?“

Forum II: Menschen mit Behinderungen im öffentlichen Dienst „Exklusiv oder inklusiv?“

Mit dieser Frage setzten sich die TeilnehmerInnen dieses Forums auseinander. Dabei profitierten sie vom Praxiswissen einiger Urgesteine aus dem Bereich der Schwerbehindertenvertretung. So gab es den Rat, sich für den Abschluss einer Inklusionsvereinbarung den Personalrat und die Gleichstellungsbeauftragte als Verbündete zu suchen sowie die Vorteile bestimmter Maßnahmen – etwa die Barrierefreiheit neuer Software – für alle Beschäftigten der Dienststelle deutlich zu machen. Wenn sich der Dienstherr einer Inklusionsvereinbarung verweigert, könne zudem alternativ versucht werden, mit dem Personalrat eine Dienstvereinbarung auf den Weg zu bringen. Eindrucksvoll wurde zudem geschildert, wie Personalmangel und Einsparungen das vorhandene Personal krank und teilweise eben auch schwerbehindert werden lässt. Auch wurde thematisiert, dass es mittlerweile Länder gibt, die die gesetzlich vorgeschriebene Beschäftigungsquote für schwerbehinderte Menschen von fünf Prozent nicht mehr erfüllen und eine Ausgleichsabgabe gemäß SGB IX zahlen müssen.

ReferentInnen:

Felizitas Ißelmann, Schwerbehindertenvertrauensperson Stadtverwaltung Oberhausen

Dr. Alexander von Boehmer, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Schwerbehindertenvertretungen des Bundes

Andreas Beck, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Schwerbehindertenvertretungen der Länder



Moderation:

Uwe Kaßler, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Schwerbehindertenvertretungen der obersten Landesbehörden und Hauptschwerbehindertenvertretungen Rheinland-Pfalz

 „Ey, langsamer Opa“ – „Ach, unerfahrener Jungspund“

Forum IV. Alt und Jung – Voneinander lernen „Ey, langsamer Opa“ – „Ach, unerfahrener Jungspund“

"Sich gegenseitig zuhören ist wichtig." so die Antwort von Referent Udo Kertz auf die Frage, wie Alt und Jung gut zusammenarbeiten könnten. Dazu passt, dass nach Auffassung des stellvertretenden Bundesjugendvorsitzenden der GdP, Martin Meisen, ein "Geben und Nehmen" institutionalisiert werden muss, um eine Symbiose der Generationen herzustellen. Erkennen die Beschäftigten ihre Abhängigkeit voneinander, würde das Alter keine unüberwindbare Hürde darstellen. Schädlich hingegen für ein Miteinander seien Pauschalisierungen. Vielmehr brauche es einen individuellen Blick auf die Personen, denn nicht jeder junge Mensch ist PC-affin und nicht jeder alte Kollege veränderungsresistent.

Referenten:

Martin Meisen, Stellvertretender Bundesjugendvorsitzender der GdP

Udo Kertz, ehem. Vorsitzender des Hauptpersonalrates des BMG

Moderation:

Dr. Manuela Maschke, Hans-Böckler-Stiftung

 

Deutscher Personalräte-Preis 2018

Forum VI: Gute Praxis: Nominierte und Preisträger des Deutschen Personalräte-Preises 2018 stellen ihre Projekte vor

In intensiven kleinen Gesprächsrunden stellten die GewinnerInnen des Deutschen Personalräte-Preises 2018 ihre Projekte und vor allem die vielen, oft mühsamen, Arbeitsschritte bis zum Erfolg vor. Damit waren sie hilfreiche Ideengeber für andere Personalräte. Unübersehbar war, dass viele Personalräte die Lücke füllen, die öffentliche Arbeitgeber auf Grund gravierender Versäumnisse etwa im Bereich Personalplanung und -entwicklung oder bei der Arbeitssicherheit entstehen lassen.

Mehr zu den Gewinnern finden Sie hier.